GUANO: DÜNGER DER INKA

Schon die Inkas düngten ihre Pflanzungen mit Guano. Das ist Vogelkot, den Generationen von Seevögeln auf den knochentrockenen Vogelinseln vor der Westküste Südamerikas angehäuft haben. 

Anfang des 19. Jahrhunderts hatten auch die Europäer den nützlichen Stoff entdeckt und importierten große Mengen. Die USA erließen sogar ein Gesetz, das die Inbesitznahme von Guano-Inseln durch Nordamerikaner legalisierte. Guano enthält sehr viel aktivierten Stickstoff und auch Phosphor, darum ist er ein ausgezeichneter Dünger, der heute noch abgebaut wird. Durch die Analyse des Wunderdüngers wurde erkannt, dass Stickstoff für die Pflanzenernährung zentral ist.

OPFER FÜR HUAMANCANTAC

Die Inkas regulierten den Abbau des Guanos streng und schützten die Vögel, die ihn produzierten. Sie verehrten sogar einen Guano-Gott namens Huamancantac, dem silberne Gegenstände geopfert wurden. Heute noch finden sich auf den Vogelinseln präcolumbische Opferstätten.